Schnittige Lösung

Veröffentlicht 06.10.21

Produkt:

SECO Schneidaggregat

 

Realisierte Vorteile:

  • Komplettbearbeitung auf der CNC
  • Präzise Schnittführung, gerade bei engen Radien und scharfen Ecken
  • Zeitersparnis und sauberere Ergebnisse gegenüber der herkömmlichen, manuellen Lösung
  • Zusätzliche Ansaugfunktion für die Maschine konzipiert für die perfekte Spannung des Furniers

 

Jana Apfelbacher steht als Synonym für das, was die Staatliche Fachschule Rosenheim weltweit so bekannt macht: Hochqualifizierte Nachwuchsholztechniker mit einem Faible für innovative, hochwertige Lösungen. Denn in ihrer Projektarbeit ging die Studentin völlig neue Wege. Sie fertigte Lampenschirme aus einseitig kaschierten Furnierteilen komplett maschinell auf einem HOMAG Bearbeitungszentrum. Zum Einsatz kam dabei das SECO Schneidaggregat des Haslacher Werkzeugtechnik-Spezialisten BENZ.

Vorsprung durch neueste CNC-Technik

Unterstützt wurde die junge Studentin von ihrem Projektbetreuer Josef Oberniedermaier, der mit seinen Kollegen der Fachschule auf eine qualitativ hohe Ausbildung seiner Schützlinge Wert legt. „Neben einer erstklassigen theoretischen Ausbildung sollen unsere Studenten auch mit der neuesten Technik arbeiten. Technologischer Vorsprung ist Teil unserer Philosophie.“ Daher gehört seit 2015 auch ein Schneidaggregat zum CNC-Park in Rosenheim. „Wir haben von BENZ zunächst ein Testaggregat bekommen, durch das wir uns mit der maschinellen Schneidbearbeitung vertraut machen konnten. Schneiden auf einem Bearbeitungszentrum war für uns etwas total Neues. Wir mussten uns erst mit den Einsatzmöglichkeiten auseinandersetzen und Lösungsansätze erarbeiten.“ Neben Logozuschnitten gehörten dazu schnell auch Intarsienarbeiten.

Präzise Zuschnitte – so funktionierts

Über die fachpraktischen CNC-Übungseinheiten kam auch Jana Apfelbacher in den Kontakt mit dem Aggregat. Und damit zu einem neuen Lösungsansatz für Ihre Projektarbeit. „Anfangs habe ich die einzelnen Elemente der Lampenschirme noch per Hand aufgezeichnet und mit einem herkömmlichen Schneidmesser aus dem Vollmaterial herausgetrennt. Ich war allerdings mit der Qualität und der Dauer der Bearbeitung nicht zufrieden.“ Durch den Einsatz des Schneidaggregats musste sie zwar Mehrarbeit in die CNC-Programmentwicklung stecken, erhielt dafür aber sauber konturgeschnittene Teile in einem Bruchteil der Zeit. „Der Vorteil des Aggregats liegt in der präzisen Schnittführung, gerade bei engen Radien und scharfen Ecken,“ weiß BENZ-Konstrukteurin Verena Hauser. „Der verwendete Niederhalter drückt das Werkstück fest auf den Bearbeitungstisch, während das Messer präzise Schnitte ausführt.“ Auch für die sichere Spannung des Furniers auf der Maschine ließ sich Jana Apfelbacher etwas einfallen und konzipierte eine Vorrichtung, bei der durch ein Kammersystem sowie eine durchsaugende Bodenplatte über den Vakuumanschluss des Bearbeitungszentrums ein Unterdruck an der Oberfläche erzeugt wird, durch den das Werkstück angesaugt wird. Um den Effekt zu steigern, wird das Furnier zusätzlich mit handelsüblicher Folie abgedeckt. Eine Idee, für die sie sich die Textilindustrie als Vorbild nahm.

Resümee der Anwenderin

„Durch die Übertragung des vorher manuellen Fertigungsprozesses auf das Bearbeitungszentrum hat sich die Herstellzeit für einen Lampenschirm signifikant verringert, die Werkstückqualität aber erhöht,“ fasst Jana Apfelbacher ihren Projekterfolg zusammen. „Ich nehme die fertigen, konturgeschnittenen Teile nur noch von der Maschine und stecke sie in Form.“ Mit ihrer Projektidee hat die junge Studentin nicht nur ihre Betreuer begeistert, sondern auch den Aggregatebauer BENZ. „Wir sind von dieser pfiffigen Idee begeistert,“ so Verena Hauser. „Und es ist wieder einmal ein positives Beispiel dafür, was aus dem Austausch zwischen Hersteller und Anwender alles entstehen kann.“

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