TOX PRESSOTECHNIK - Vorteile dank BENZ Solidfix®

Veröffentlicht 05.10.21

Realisierte Vorteile:

  • Einsparung von 1,5 Stunden pro Bearbeitungsvorgang eines Bügels für Maschinengestelle
  • Schnellerer Werkzeugwechsel über den Tausch des BENZ Solidfix®-Adapters mit dem voreingestellten Werkzeug
  • die Kombination einer spielfreien Kegelzentrierung mit einer extrem großen Plananlage, verbunden mit hohen Einzugskräften, bietet ein Höchstmaß an Kippsicherheit und Stabilität, die auch die Anforderungen bei Fräsbearbeitungen erfüllt

 

Bei der Fräsbearbeitung von Bügeln für Maschinengestelle setzt Tox Pressotechnik auf das Modulare Schnellwechselsystem BENZ Solidfix®. Aus der Kombination von Fräswinkelkopf und Schnellwechsel-System ergibt sich pro Bügel eine Zeitersparnis von 1,5 Stunden

Tox Pressotechnik ist spezialisiert auf Sonderlösungen für die Bereiche Blechverbindung, Antriebe und Pressen. Neben der Automobilindustrie als größtes Kundensegment bilden Hausgeräte-Hersteller und deren Zulieferer die nächstgrößte Kundengruppe von Tox Pressotechnik-Produkten. Christian Forster, Meister Mechanische Fertigung bei Tox Pressotechnik, erklärt: „Wir sind ein Sondermaschinenbauer und bearbeiten alle Arten von Stahl. Die Fertigungstiefe ist sehr hoch.

Zu den wichtigen Kernkompetenzteilen, die im Hause gefertigt werden, zählen die Bügel für die Maschinengestelle. Bei diesen Bügeln handelt es sich um den Halter für einen Pressen-Antrieb, der als Tox-Kraftpaket entweder pneumohydraulisch oder als TOX-ElectricDrive elektromechanisch betrieben werden kann. Der hydraulisch-pneumatische Zylinder Tox-Kraftpaket wird an den Bügel angeschraubt. Später findet die fertige Maschine ihre Anwendung z.B. beim Pressen oder beim sogenannten TOX-Rund-Punkt-Verfahren, einem von TOX PRESSOTECHNIK entwickeltem Clinchverfahren, das auch unter der Bezeichnung Durchsetzfügen bekannt ist. Dabei werden Bleche ohne Verwendung eines Zusatzwerkstoffes miteinander verbunden, was eine äußerst zuverlässige und gleichzeitig kostengünstige Produktion ermöglicht.

Die Maschinengestell-Bügel werden bei TOX PRESSOTECHNIK auf einer DMC 100 U Duoblock gefertigt. Die Bearbeitung eines einzigen Bügels auf der Fräsmaschine dauert etwa sechs bis acht Stunden. Pro Woche werden bei Tox Pressotechnik circa 20 solcher Rohteile gefertigt, was pro Jahr eine Gesamtmenge von rund 1000 Stück ergibt. Die Form der einzelnen Bügel variiert dabei stark. „Wir produzieren im Jahr maximal zehn bis zwanzig identische Bügel“, so Christian Forster. „Viele unserer Produkte sind Spezialanfertigungen.“

Während die Bohrungen früher an den Bügeln für die C-Gestelle mit Fräswinkelkopf ohne Dreipunktabstützung gefertigt wurden, setzt TOX PRESSOTECHNIK seit rund einem halben Jahr auf einen Winkelkopf der BENZ GmbH Werkzeugsysteme mit einer Dreipunktabstützung sowie dem Modularen Schnellwechselsystem BENZ Solidfix®. Durch die BENZ-Lösung Fräswinkelkopf mit Solidfix spart man 1,5 Stunden Bearbeitungszeit pro Bügel. Durch die frei werdenden Produktionskapazitäten konnte Tox die Produktionsmenge an Bügeln um 3-5 pro Woche, abhängig von der Art, erhöhen. Die Winkelköpfe von Benz eignen sich für alle schwer zugänglichen Stellen –typischerweise bei Bauteilen mit einer C-Form, die innen bearbeitet werden müssen. In Kombination mit BENZ Solidfix ergeben sich für den Anwender enorme Vorteile, nicht nur in der Serienfertigung. Auch bei langen Bearbeitungsphasen in der Einzelfertigung kann das Werkzeug am sich noch in der Maschine befindlichen Winkelkopf aus- und eingewechselt werden. Der Werkzeugwechsel findet rein über den Tausch des Solidfix-Adapters inklusive des voreingestellten Werkzeugs statt. Der Kunde spart sich so den Kauf mehrerer unterschiedlicher Winkelköpfe. „Insgesamt haben wir auf der DMC 100 U Duoblock 20 modulare Aufnahmen mit verschiedensten Werkzeugen verteilt auf zwei Winkelköpfe im Einsatz“, erklärt Christian Forster.

Das Solidfix-System von Benz bietet durch die Kombination einer spielfreien Kegelzentrierung mit einer extrem großen Plananlage, verbunden mit hohen Einzugskräften ein Höchstmaß an Kippsicherheit und Stabilität, die auch die Anforderungen bei Fräsbearbeitungen erfüllt. Die hohe Drehmomentübertragung und die hohen möglichen Drehzahlen, dank wuchtneutralem Aufbau, kennzeichnen ebenfalls die Leistungsfähigkeit.

Das modulare Schnellwechselsystem Benz Solidfix® lässt sich ohne Spezialwerkzeug spannen und mit einer Hand bedienen. Durch einfache Drehung der Spannschraube um 180 Grad ist der Werkzeugadapter, respektive ein Werkzeug, fixiert. So sind Werkzeugwechsel in weniger als 20 Sekunden erledigt. Beim Lösen der Spannung ist das Werkzeug mit dem Werkzeugadapter dank eines Bajonettverschlusses gesichert und kann erst durch eine zusätzliche Drehbewegung aus der Spindelaufnahme entnommen werden. Speziell bei vertikal angeordneten Spindeln verhindert dies das unkontrollierte Herausfallen beim Werkzeugwechsel.

Um die präzisen Werkzeugwechsel geht es auch Christian Forster: „Die hohe Präzision der Winkelköpfe ist sehr wichtig. Die Bohrung im Bügel, in die später das TOX-Kraftpaket hineinkommt, ist eine Passbohrung. Das Kraftpaket muss in einer Flucht liegen mit den gegenüberliegenden Passbohrungen, auf die später eine Platte oder eine Aufnahme geschraubt wird. Das muss exakt passen. Dafür messen wir den Winkelkopf einmal aus und kommen dann auf eine sehr hohe Passgenauigkeit.“

Aufmerksam wurde TOX PRESSOTECHNIK auf das modulare Schnellwechselsystem von BENZ über die seit zehn Jahren bestehende geschäftliche Zusammenarbeit. „Unser ehemaliger Produktionsprozess war nicht optimal. Wir haben daher nach einer Möglichkeit gesucht, insbesondere die Teilebearbeitungszeit zu reduzieren. Die technischen Vertriebsmitarbeiter von Benz haben uns hierbei optimal unterstützt. Und die wirtschaftlichen Vorteile, die wir mittlerweile realisieren konnten, bestätigen die Richtigkeit unserer Entscheidung Tag für Tag“, freut sich Christian Forster. Manchmal gelangen sogar auch Wechselaggregate von Benz mit Maschinen von Tox ins Ausland. Stefanie Reich, zuständig für das Wissensmanagement bei Tox Pressotechnik, erklärt dazu: „Wir fahren oft Maschinen bei uns in Weingarten ein. Wenn sie einen gewissen Zeitraum super bei uns gelaufen sind, kommen sie an unsere Produktionsstandorte in Indien oder China, werden generalüberholt und laufen dort noch weiter. So kommen dann auch die Produkte von Benz mit den Maschinen nach Asien.“

Kontakt